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Case Study DPAG

Deutsche Post IT-Verbund Projekt: HAND

Qualitätssicherung und Test

Situation
Die Deutsche Post AG beauftragte im Juli 2007 die Neuentwicklung ihrer Handscannersoftware für ca. 35.000 Zusteller deutschlandweit. Um die Entwicklung flexibel zu halten wurde als Methode die agile Softwareentwicklung gewählt. Die relativ kurzen Iterationszyklen von 3 Wochen stellen extrem hohe Anforderungen an die Testgestaltung. Zusätzlich arbeitet die Software im Backend mit mehreren anderen Systemen zusammen, so dass die Schnittstellen zu diesen Systemen auch regelmäßig überprüft werden müssen. Es werden 2 Major Releases pro Jahr ausgerollt.
Design- und Anforderungsmanagement soll parallel zur Testfallerstellung durchgeführt werden.

Vorgehensweise
Unterteilung der Tests in den jeweiligen Iterationszyklen in:

  • Iterationsabgabetest
  • Iterationstest/Systemtest
  • Fachtest

Vor- und während der bundesweiten Rolloutphase eines Major Releases kamen dann hinzu:

  • Lasttests
  • Regressionstest
  • Gesamtintegrationstest

Die Testfallerstellung wurde QS-geprüft.
Entwicklungsseitig wurden Code-Reviews durchgeführt.

Phasenweiser bundesweiter Rollout der Software in drei Schritten

  • 1. Welle Pilotphase
  • 2. Welle Pilotphase
  • 3. Welle Pilotphase

Ergebnisse
Zu Beginn des Projekts gab es eine Vielzahl an Testfällen, welche im zentralen Projekttool erfasst waren. Jedoch nicht auf dem aktuellsten Stand und nicht kategorisiert und gepflegt. Weiterhin gab es keine bis wenige valide Testdaten.

  • Heute gibt es etwa 400 Regressiontestfälle
  • Es gibt aktuelle und valide Testdaten, die allen Teilbereichen des Projektes jederzeit flexibel zur Verfügung gestellt werden können
  • Das Anforderungsmanagement hat sich deutlich verbessert aufgrund fest verteilter Rollen und eindeutigeren Zuständigkeiten von Architekten und Anforderungsmanagern
  • Die Rücklaufquote von Fehlern, die behoben wurden, konnte deutlich gesenkt werden

Erkenntnisse

  • Kommunikation darf keine Floskel sein. Sie muss zwingend stattfinden zwischen allen Beteiligten: Anforderungsmanager – Tester – Entwickler – Fachbereichsexperten
  • Einheitliche Kommunikationswege, feste E-Mailverteiler, global und einheitlich zugängliche Ablageorte für wichtige Dokumente waren eines der wichtigsten Instrumente welche den Test- und QS Bereich sowie alle anderen Bereiche im Projekt enorm vorangebracht haben.
  • Feste Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten entlasteten und motivierten den Testbereich zusätzlich. Es wurde nichts mehr „über den Zaun“ geworfen.
  • Sauber dokumentierte und abgenommene Testfälle sollen möglichst frühzeitig zur Verfügung stehen. Damit werden Redundanzen und Klärungsbedarfe reduziert, die Testzyklen werden schneller durchlaufen.

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